Ist zwar schon Dienstag, aber immerhin habe ich mit den Antworten schon gestern angefangen, das zählt doch, oder? Beim Media Monday vom Medienjournal dreht sich diese Woche u.a. um die Oscars, Comics und starke Frauen. Meine Antworten sind in kursiv und fett kursiv.

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend?

Der Hype lässt mich ziemlich kalt. Ich steh der Sachen auch recht zynisch gegenüber. Es hat ein bisschen was von Hollywood-Nabelbeschau und Popularitätswettbewerb an sich, mit studiointerner Politik. Und mich interessiert es auch nicht unbedingt, wer jetzt welches Kleid von welchem Designer anhat und wer das Make-up gemacht hat.

Vielleicht sähe es anders aus, wenn ich für einen Oscar nominiert wäre, aber dass das jemals eintritt, ist eher unwahrscheinlich. Und fall es jemals eintritt, dürften sich Harald Glööckler und Guido Maria Kretschmer öffentlich darum prügeln, wer mir meine Robe zur Verfügung darf :-D.

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm?

Der Hobbit. Ich denke, der war schon inoffizieller Kult bevor er überhaupt im Kino anlief.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist Keine Ahnung, weil ich keinen wirklichen Anti-Schlechte-Laune-Film habe. Wenn ich schlechte Laune habe, bleibt der Fernseher eher aus.

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht?

Valerian & Veronique. Habe ich von Jahrzehnten schon mal gelesen und wollte sie jetzt noch mal in Ruhe lesen. Danach vielleicht mal wieder den Sandman. Wobei ich auch ein paar neuere Sachen auf meiner Wunschliste stehen habe.

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren?

Ich bin offen gestanden noch auf der Suche nach einem sinnvollen System. Bis jetzt habe ich grob nach Genre und dann nach Autor sortiert. Funktioniert spätestens dann nicht mehr, wenn ein Autor mehrere Genres schreibt. Also stehen die Fantasy-Bücher von Lois McMaster Bujold halt in der SF-Ecke, das SF-Buch von Doris Lessing im ‚English Lit‘-Regal und die historischen Romane von Barbara Hambly unter Fantasy.

Sachen wie Urban Fantasy sind dann immer ein Problem. Zu den Vampirbücher oder doch lieber Fantasy? Und was mache ich mit den Liebesromanen? Und wohin mit den Anthologien?

Zwischendurch produzieren dann auch die unterschiedlichen Buchformate etwas Chaos, da z.B. die gebundenen Ausgabe oder das Trade Paperback nicht in das Regal passt, wo die ganzen Taschenbücher von Autor XY passt.

Falls jemand eine gute Lösung gefunden hat, lasst es mich wissen.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen.

Ripley, Xena & Gabrielle, Bella Block, Elisabeth (gleichnamiger Film mit Cate Blanchet), Miss Marple aus so ziemlich allen Agatha Christie-Verfilmungen, Celie (aus The Color Purple mit Whoopi Goldberg), Maggie Thatcher (Die Eiserne Lady mit Meryl Streep), Clarice Starling, Buffy. Schade eigentlich, dass einige davon auf realen Personen basieren und andere auf Roman-Verfilmungen.

Gerade aus den USA kommen viele Serien mit starken Frauenfiguren, aber dann oft mit einer sehr männerlastigem Crew drumherum, z.B. Emily Thorne in Revenge, Lilly Rush in Cold Case, Brenda Leigh Johnson in The Closer, Kate Beckett in Castle, ich würde sogar Scully aus Akte X mit dazunehmen, solange man die Filme und besonders den letzten ignoriert. Joan Watson aus Elementary, Emily Rose in Haven, Olivia Dunham in Fringe.

Gwen Cooper aus Torchwood und vielleicht auch Donna (Dr. Who), von allein weiblichen Companions war sie meiner Meinung nach am Besten ausgearbeitet. Und da ich greade in Grossbritannien bin. Prime Suspect mit Helen Mirren als Jane Tennison. Herausragend!

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7. Meine zuletzt gesehener Film war irgendeine deutscher Krimi um einen Pathologen und der war nette Hintergrundsunterhaltung, weil ich gerade dabei war, die Ablage zu machen und unkomplizierte Berieselung wollte, die mich nicht zu sehr ablenkt.

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