Mein Schreibtisch ist im Moment das reinste Chaos: Stapel von Büchern und CDs, die besprochen werden wollen, Briefe, die beantwortete werden müssen, Notizen und Zettelchen mit gekritzelten Ideen und Entwürfe für Stories und Projekte, die sich anscheinend vermehren, wenn ich nicht hinschaue, Material für Weihnachtskarten, usw. usf.

Bevor ich mich jetzt mal um das Chaos kümmere und versuche ein bisschen Ordnung zu schaffen, wollte ich noch kurz auf eine Neuerscheinung hinweisen.

Von Tanya Huff ist im Amazon-Kindle-Store die erste Kurzgeschichtensammlung für Kindle erscheinen. Tanya Huff: Nights of the Round Table and Other Stories of Heroic Fantasy.

Tanya Huff gehört schon seit Jahren, oder eher seit Jahrzehnten, zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Ich mag ihren Schreibstill, ihren trockenen Humor und ihre Figuren, die allesamt nicht perfekt sind. Und hey, mit Vicki Nelson war eine der ersten Urban Fantasy-Heldinnen, die eine Brille trug und an einer Erbkrankheit litt, die sie langsam erblinden lies. Und trotzdem war sie tough und machte ihr Ding.

Und wenn man den Stil eines Autors mag, will man natürlich alles lesen, zumindestens geht es mir so. Kurzgeschichten machen es einem da immer schwer. Mal ist die Anthologie nicht mehr erhältlich oder die Anthologie an sich klingt nicht wirklich interessant, bis auf diese eine Story, oder die Story erschien in einer Zeitschrift, die entweder vergriffen ist oder in Deutschland nicht zu bekommen ist, oder, oder, oder.

Da bieten Ebooks jetzt natürlich eine tolle neue Möglichkeit für Autoren. Zum einem können sie, sobald sie die Rechte wiederhaben,  Bücher wieder herausgeben, die schon seit Jahren (oder Jahrzehnten) out-of-print sind. Diane Duane macht es auf bewundernswerte Art und Weise vor, indem sie u.a. die Tale of Five-Bücher Lesern wieder zugänglich macht, aber dazu später mehr.

Neben der Neuauflage von vergriffen Bücher, bieten Ebooks sich natürlich jetzt idealerweise an um auch Autoren-Anthologien herauszugeben. Die meisten Verlage schrecken davor ja in den meisten Fällen davor eher zurück. Ich vermute, dass es bei vielen ein Kostenfaktor ist und wahrscheinlich auch ein ziemliches Chaos mit den Rechten, was einfach einen hohen Arbeitsaufwand bedeutet, was wieder Kosten bedeutete.

Autoren und auch ihre Agenturen haben wahrscheinlich eine andere Motivation und auch andere Möglichkeiten und durch die neuen technischen Möglichkeiten können sie dann auch autonomer handeln und selbst zum Herausgeber werden. Ich finde das toll, weil sich dadurch einfach neue Möglichkeiten bieten und wir als Leser die Chance, haben in den Genuss von Texten zu kommen, die vorher nicht so einfach zu finden waren.

Und um wieder zum Anfang dieses Eintrags zu kommen. Tanya Huff, bzw. ihre Agentur hat einige ihrer Stories zusammengestellt und als Ebook herausgegben. Und nach den Einträgen in Tanya Huffs Blog ist das nur die erste von mehreren geplanten Anthologien. Ich bin schon gespannt.

Das Buch ist schon in meinen Stapel ungelesener Ebooks und jetzt muss ich nur noch Zeit zum lesen finden. Das alte Problem.

Comments are closed.

Post Navigation