Dieses Wochenende war in Endingen der 1. Alemannische Brotmarkt und trotz des eher bescheidenen Wetters habe ich mich heute ins Getümmel gestürzt, u.a. auch um mir den Festumzug anzusehen.

Ich lasse hier einfach mal die Fotos für sich sprechen. Das Wetter und damit die Lichtverhältnisse waren leider nicht optimal, aber ich denke, man kann schon einen kleine Eindruck bekommen.

AlemBrotmarktWenn ich das Schild richtig lesen, dann feiert die Endiger Bäckers Zunft nächstes Jahr ihr 600jährigens Jubiläum. Die Bäcker waren natürlich am Stärksten vertreten. Hinter ihnen kamen dann noch Vertreter aller anderen Zünfte. Als Fantasy-Autorin finde ich sowas immer spannend, da in Fantasy-Romanen die Zünfte meistens nur dann erwähnt werden, wenn es um Diebe oder Meuchelmörder geht und die doch reiche Handwerkskultur, die gerade in Fantasy, die sich am Mittelalter orientiert, existierten müsste, komplett untergeht oder ignoriert wird.

Bäckerzunft

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Nachher geht es zum Umzug in Riegel, so dass es heute Abend oder Morgen aktuelle Bilder gibt. Das Wetter spielt heute ja mit.

Deshalb hier und jetzt nur ein paar Bilder aus den Vorjahren.

devil_02

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Laubmaske_02

Zuengler_01

Lumpenopa_01

Teufel_01

Seit Donnerstag „tobt“ die Straßenfasnet, nur macht im Moment wahrscheinlich das Wetter den Narren etwas einen Strich durch die Rechnung. Ich hoffe, dass es bis Sonntag und definitiv am Montag besser ist, denn sonst schickt der Himmel seine Version von Konfetti in der Form von Schnee. Oder, wenn es so ist wie heute, dann ist es mal Schneeregen und mal normaler Regen, aber auf jeden Fall nass und grau.

Drückt die Daumen, dass es besser wird! Ich will Fotos machen und das ist gutes Wetter und Sonnenschein doch ein Vorteil. Im Moment gibt es jetzt erstmal Fotos der letzten Jahre, bzw. hauptsächlich aus 2012.

Hexenmaske

whitehaired-witch

greenwitch

Hexe-rotesKopftuch

Die Weihnachtssachen sind noch nicht einmal alle weggeräumt und schon kann sind die Läden voll mit Karnevalszeugs. Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um festzustellen, dass Fasnet dieses Jahr schon Mitte Februar ist. Also relativ früh. Da bleibt nur noch ein Monat, um an ein Kostüm zu denken.

Mein Plan für Karneval, bzw. Fasnet, wie es hier unten genannt wird, besteht aus einem schwarzen Wollknäuel, einem Nadelspiel und vielleicht noch ein paar Perlen. Und natürlich der Anleitung für den Hexenhut und das dazu passende Makeup, wobei es vielleicht auch mal eine Idee wäre, sich als Extremstrickerin zu verkleiden, mit Wollknäueln und Stricknadeln und Maschenzählern überall.

Anderseits ist die Tätigkeit als Zuschauer bei der Allemanischen Fasnet auch immer etwas gefährlich. Mal wird man von Hexen entführt, oder der Hut findet sich plötzlich auf einem anderen Kopf wieder, manchmal gibt es eine Umarmung und ein Schnäpschen oder auch mal etwas schwarze Farbe ins Gesicht und natürlich auch das eine oder andere Konfettiseifbad. Lange Haare sind da extrem umpraktisch. Und man findet noch Jahre später Konfetti in den diversen Taschen und Falten der Jacke wieder.

Ich bin nicht der große Karnevalfan, aber ich schaue mir die Umzüge recht gerne an und hoffe darauf, dass das Wetter gut ist, sodass ich ein paar schöne Fotos machen kann, so wie vor ein paar Jahren. Ich liebe z.B. dieses Bild. Ein absoluter Zufallsschnappschuss und mir ist erst bei der Durchsicht der Fotos aufgefallen, wie toll das Foto geworden ist.

Konfettigestöber, Fasnet 2010

Hier am Kaiserstuhl und im Schwarzwald ist Fasnet was Besonderes. Vom schmutzigen Donnerstag bis hin zu Aschermittwoch können manche Firmen fast ganz schließen, da die meisten Mitarbeiter in der einen oder andere Version Fasnet zelebrieren oder sogar aktiv sind. Kollegen, die Fasnetmuffel sind und kein Problem damit haben in der 5. Jahreszeit die Stellung zu halten, sind in dieser Woche immer sehr beliebt. Mir sind sie regelmässig fast um den Hals gefallen und ich hatte dann für eine Woche das Büro für mich alleine. Wobei es manchmal auch echt schwierig war, den Kunden zu erklären, warum niemand erreichbar ist. Selbst manche deutsche Kunden aus Nicht-Karneval-Gegenden hatten wenig Verständnis.

Die Aktiven sind schon seit November mit den Vorbereitungen beschäftigt. Da viele der traditionellen Kostüme noch reine Handarbeit sind und die Masken handgeschnitzt, ist das wohl verständlich. Selbst die Kleinsten haben teilweise schon die entsprechenden Kostüme an.

In den Sinne: Nari! Naro!