Heute hat es mit dem Media Monday etwas gedauert. Zuviel andere Sachen, die erledigt werden wollten.

Die Fragen/Prompts sind in normaler Schrift und meine Antworten in fett und kursiv.

  1. Das neue Jahr fing ja schon mal gut (alternativ: schlecht) an in punkto Medien, schließlich war da die Terrorattacke auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo am letzten Mittwoch.
    Ich schreibe hier eher weniger (sprich eigentlich gar nicht) über aktuelle, politische Dinge, aber der Angriff hat mich wie so viele erschüttert und mitgenommen. Der Glaube an die Menschheit…manchmal verlässt er mich. Auch die Reaktionen auf die Attacke haben mich berührt, sowohl die negativen als auch die positiven.
    Die Nachwirkungen werden wir sicherlich noch lange zu spüren bekommen, besonders da auch viele extrem rechtsorientierte Politiker und Rechtspopulisten die Situation gleich nutzen, um zu hetzen und für sich Kapital daraus zu schlagen.
    Auch in den Medien sah man sehr oft das Problem, dass viele sich damit sehr schwer taten zwischen Fanatikern, die den Deckmantel einer Religion nutzen und den Millionen „normalen“ Menschen, die einfach nur ihn Ruhe leben wollen, zu unterscheiden.
    In diesem Video kritisiert der iranisch-amerikanische Religionswissenschaftler Reza Aslan zu Recht die Vereinfachung und Generalisierung, die viele Medien gerne betreiben, gerade wenn es um das Feindbild „Islam“ geht.
  1. Kirsten Steward hat zwar nur immer ein und denselben Gesichtsausdruck im Repertoire, aber anscheinend braucht sie nicht mehr um in Hollywood erfolgreich zu sein.
  1. Keine zwei Stunden, nachdem dieser Media Monday online gegangen ist, beginnen die Golden Globe Verleihungen. Spannend, uninteressant, schlicht egal? Wie ist deine Meinung zu derartigen bzw. speziell dieser Veranstaltung(en)?
    Lässt mich eher kalt. Auf irgendeinem Blog werde ich wahrscheinlich über die Ergebnisse stolpern und natürlich über die Analyse welches Kleid von welchem Designer welche Schauspielerin getragen hat. Anscheinend ist das weitaus wichtiger als die Filme und die Leistungen besagter Schauspielerinnen.
  1. Ein Buch oder Film, das oder den ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe, George R.R. Martins A Game of Thrones. Das ständige Hin- und Hergehopse zwischen den Charakteren hat mich irgendwann nur noch irritiert. Es war gut geschrieben, aber das war einfach ein Punkt mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. Ein anderes Buch ist Dan Browns Da Vinci Code. So was von langweilig. Das flog regelrecht in die Ecke.
  2. ____ ist sicherlich prädestiniert, den Bösewicht zu spielen, schließlich ____ .Hm, ich diese Art von Typecasting nicht. Egal ob es um die Bösewichte oder die Helden geht. Ein/e gute/r Schauspieler/in kann beides verkörpern und ich wünschte, man würde ihnen diese Möglichkeit auch geben.
  1. Wenn Tom Hardy nicht ihren großen Durchbruch feiert, dann weiß ich auch nicht, denn er ist ein wirklich genialer und sehr wandlungsfähiger Schauspieler. Demnächst ist er in Mad Max zu sehen.
  1. Zuletzt gelesen habe ich Vampire Beginners Guide von Kay Noa und das war super, weil es einen schön trockenen Humor hat, teilweise das ganze Genre (Paranormal Romance mehr als Urban Fantasy) etwas auf die Schippe nimmt (Möpse!) und es trotzdem spannend ist und viele interessante Figuren hat. Die Fortsetzung wartete schon darauf gelesen zu werden. Und Ende Januar erscheint Band 3.Und heute einen Blogeintrag von der in Frankreich lebende Autorin Petra von Cronenburg, der mir die Tränen in die Augen trieb und den ich einfach allen, die das hier lesen ans Herz legen will. Sie verarbeitet im Moment die Ereignisse in Frankreich in der Form unzusammenhängender, literarischer Blogeinträge.Der Text von heute befasste sich mit der großen Demonstration gestern in Paris. Irgendwo fehlen mir da einfach die Worte, um ihn zu beschreiben, deshalb einfach: Lesen!

 

Ich hoffe, ihr seid alle heil und sicher ins neue Jahr gekommen!

Ich wollte eigentlich was Introspektives zum Jahreswechsel schreiben, aber wie man im englischen so schön sagt my thoughts are all over the place. Ein gedankliches Kuddelmuddel sozusagen. Was noch kommen wird, ist ein betrag mit Fotos vom verschneiten Kaiserstuhl.

Statt eines gedanklichen Kuddelmuddels gibt es heute einen neuen Versuch den Media Monday vom Medienjournal regelmäßiger mitzumachen.

  1.  Spätestens wenn Avengers: Age of Ultron anläuft, wird es mich wieder ins Kino treiben, denn ich mag die ganze Reihe und der erste Avengers-Film war einfach gute Unterhaltung, trotz 3D.
  2. Uwe Boll hätte sich besser nie in einen Regiestuhl gesetzt, schließlich kamen dabei so Schätze wie BloodRayne dabei raus. Andererseits sind die auch gute Unterhaltung, wenn sie in der Gruppe schaut. Auf Platz zwei würde ich Michael Bay setzen. Und ich hoffe wirklich, dass es keine weiteren Transformers-Filme geben wird.
  3. Ich glaube, der Schauspieler, von dem ich die meisten Filme kenne, müsste wohl Johnny Depp oder Ewan McGregor sein, denn ich mag beide sehr, wobei gerade Johnny Depp sich oft die interessanteren Rollen aussucht. ich mag besonders seine Zusammenarbeit mit Tim Burton. Sleepy Hollow gehört immer noch mit zu meinen Lieblingsfilmen. Und natürlich habe ich als Teen alle Folgen von 21 Jump Street gesehen. Anderseits habe ich auch alle Bonds mit Sean Connery gesehen und diverse anderen Filme, wo er mitspielt. Und da waren noch Peter Alexander und Heinz Rühmann, deren Filme zu meiner Kindheit in Fernsehen ständig liefen… Hm,… nein, ich fang jetzt nicht an zu zählen, sonst fallen mir noch ein paar andere Schauspieler ein.
    Bei den Damen ist es wahrscheinlich Katharine Hepburn oder Sigourney Weaver sein. Beides herausragende Schauspielerinnen, die ich immer wieder gerne sehe. Bei den deutschen Damen ist es wahrscheinlich Hannelore Hoger, Brigitte Horney, Ruth Maria Kubitschek, Inge Meysel oder Christiane Hörbiger, aber da auch mehr Fernsehen.
  4. Gnadenlos unterschätzt, wünsche ich mir ja für das vor uns liegende Jahr, dass es mehr Firefly gibt. Da schließe ich mich einfach Gloria von Nerdgedanken an. Ich mag die Serie heute noch gern und auch das Universum hat unheimliches Potential. Es muss also nicht einmal Firefly an sich sein, aber eine Serie, die in dem Universum spielt.
  5. Bettlektüre, U-Bahn-Lektüre, Urlaubslektüre und so weiter und so fort. Ich persönlich lese ja am liebsten auf der Couch oder im Bett. Und im Zug.
  6. Jetzt braucht es eigentlich nur noch eine Fortsetzung zu Transformers, ist 2015 schließlich gepflastert mit zweiten, dritten, vierten, fünften, siebten Filmen. Außerdem könnte Michael Bay dann mal wieder ein weiteres Weltmonument zerstören und uns zeigen wie man Actionszenen so in die Länge zieht, dass sie todlangweilig werden und man als Zuschauer ungeduldig auf die Uhr schaut und sich fragt, wann der Film endlich vorbei ist. Eine Schauspielerin zu finden, die noch talentloser als Rosie Huntington-Whitley ist, dürfte hingegen schwer werden.
  7. Zuletzt gesehen habe ich eine Dokumentation über die Windsorfamilie auf arte (Die ersten Windsors Teil 1 und Teil 2 (Queen Mary)und das war ziemlich interessant und hat gleich ein paar Steampunk-Plotbunnies hervorgebracht, weil gerade Queen Mary, geb. Maria von Teck, aus einer interessanten Familie stammt und auch selbst eine sehr beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein muss.

Von Sabine  kam ein Blogstöckchen in meine Richtung geflogen. Ich muss ja gestehn, bei Stöckchen denke ich irgendwie immer an Hunde. Oder an die Staffel bei den Bundesjugendspielen (grauenhafte Erinnerung). Irgendwie keine schöne Wortassoziation.

Winterdepression?

Leider ja, da bin ich ziemlich anfällig, nicht nur im Winter. Diesen Winter geht es bis jetzt, wahrscheinlich weil ich meine Ernährung umgestellt habe und viel mehr Obst und Gemüse esse. Es hilft sicherlich auch, dass sich diesen Winter die Sonne bis jetzt etwas öfters gezeigt hat als letzen Winter. Der Winter 2012/2013 hingegen war extrem schlimm.

Urlaub?

Was ist das? So eine neumodische Erfindung?

Traumurlaub wäre mal vier Wochen Neuseeland, aber im Moment würde ich mich auch mit einem langen Wochenende in Venedig zufrieden geben. Dieses Jahr sieht es Urlaubstechnisch eher schlecht aus, da ich vorhabe auf diversen Cons zu fahren, u.a. auch auf die WorldCon in London, und das reißt ein großes Loch in die Kasse.

Ansonsten? Urlaub lieber immer selbst organisiert. Gruppenreisen sind nicht wirklich mein Ding.

Sport?

Noch so eine komische neumodische Erfindung, oder?

Naja, ich habe gerade mit Pilates angefangen, was bis jetzt trotz Muskelkater unheimlich Spaß macht. Und sobald das Wetter wieder etwas wärmer wird, will ich endlich auch wieder mehr Rad fahren.

So grundsätzlich. Sport am liebsten draußen an der frischen Luft und ohne Moden/Fleischbeschau.

Liebe?

Noch auf der Suche, aber ich glaube fest daran.

Drogen?

Vom Arzt verschrieben.

Ansonsten, Bücher und Tee ;-).

Bücher?

Wenn ich jetzt ‚Nein‘ sage, glaubt mir das jemand?

Die Sammlung wächst und wächst.

Rotwein?

Ja bitte, auch wenn ich eigentlich wegen meiner Histaminintoleranz nicht sollte. Aber so hin und wieder gönne ich mir mal ein Glas.

Weihnachten?

Hm. Ich mag das festliche daran, Besinnung, Freunde treffen, Familie und so. Aber diesen ganzen Verkaufshype und den damit verbundene Stress hingegen finde ich furchtbar. Ich schenke gerne, aber Sachen, die mit Bedacht ausgesucht wurden oder sogar selbst hergestellt wurden. Auch wenn das letzte Weihnachten nicht ganz so geklappt hatte, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Fehler?

Habe ich und mache ich. Manchmal habe ich Probleme, sie einzugestehen.

2013?

Hätte besser sein können, hätte schlechter sein können. Fing schlecht an, ging dann aufwärts und hatte zwischendrin so seine Hochs und Tiefs. Neue Freunde gefunden, alte Freunde verloren. Ein paar Niederlagen, das eine oder andere Erfolgserlebnis. Schöne Zeiten und schlechte Zeiten.

Ich reiche das „Stöckchen“ jetzt mal an Michaela von Wortstarke Kritiken und  Soleil von Verlorene Werke weiter. Und an jeden, der sonst noch Lust hat, die Fragen zu beantworten.

Ist zwar schon Dienstag, aber immerhin habe ich mit den Antworten schon gestern angefangen, das zählt doch, oder? Beim Media Monday vom Medienjournal dreht sich diese Woche u.a. um die Oscars, Comics und starke Frauen. Meine Antworten sind in kursiv und fett kursiv.

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend?

Der Hype lässt mich ziemlich kalt. Ich steh der Sachen auch recht zynisch gegenüber. Es hat ein bisschen was von Hollywood-Nabelbeschau und Popularitätswettbewerb an sich, mit studiointerner Politik. Und mich interessiert es auch nicht unbedingt, wer jetzt welches Kleid von welchem Designer anhat und wer das Make-up gemacht hat.

Vielleicht sähe es anders aus, wenn ich für einen Oscar nominiert wäre, aber dass das jemals eintritt, ist eher unwahrscheinlich. Und fall es jemals eintritt, dürften sich Harald Glööckler und Guido Maria Kretschmer öffentlich darum prügeln, wer mir meine Robe zur Verfügung darf :-D.

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm?

Der Hobbit. Ich denke, der war schon inoffizieller Kult bevor er überhaupt im Kino anlief.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist Keine Ahnung, weil ich keinen wirklichen Anti-Schlechte-Laune-Film habe. Wenn ich schlechte Laune habe, bleibt der Fernseher eher aus.

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht?

Valerian & Veronique. Habe ich von Jahrzehnten schon mal gelesen und wollte sie jetzt noch mal in Ruhe lesen. Danach vielleicht mal wieder den Sandman. Wobei ich auch ein paar neuere Sachen auf meiner Wunschliste stehen habe.

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren?

Ich bin offen gestanden noch auf der Suche nach einem sinnvollen System. Bis jetzt habe ich grob nach Genre und dann nach Autor sortiert. Funktioniert spätestens dann nicht mehr, wenn ein Autor mehrere Genres schreibt. Also stehen die Fantasy-Bücher von Lois McMaster Bujold halt in der SF-Ecke, das SF-Buch von Doris Lessing im ‚English Lit‘-Regal und die historischen Romane von Barbara Hambly unter Fantasy.

Sachen wie Urban Fantasy sind dann immer ein Problem. Zu den Vampirbücher oder doch lieber Fantasy? Und was mache ich mit den Liebesromanen? Und wohin mit den Anthologien?

Zwischendurch produzieren dann auch die unterschiedlichen Buchformate etwas Chaos, da z.B. die gebundenen Ausgabe oder das Trade Paperback nicht in das Regal passt, wo die ganzen Taschenbücher von Autor XY passt.

Falls jemand eine gute Lösung gefunden hat, lasst es mich wissen.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen.

Ripley, Xena & Gabrielle, Bella Block, Elisabeth (gleichnamiger Film mit Cate Blanchet), Miss Marple aus so ziemlich allen Agatha Christie-Verfilmungen, Celie (aus The Color Purple mit Whoopi Goldberg), Maggie Thatcher (Die Eiserne Lady mit Meryl Streep), Clarice Starling, Buffy. Schade eigentlich, dass einige davon auf realen Personen basieren und andere auf Roman-Verfilmungen.

Gerade aus den USA kommen viele Serien mit starken Frauenfiguren, aber dann oft mit einer sehr männerlastigem Crew drumherum, z.B. Emily Thorne in Revenge, Lilly Rush in Cold Case, Brenda Leigh Johnson in The Closer, Kate Beckett in Castle, ich würde sogar Scully aus Akte X mit dazunehmen, solange man die Filme und besonders den letzten ignoriert. Joan Watson aus Elementary, Emily Rose in Haven, Olivia Dunham in Fringe.

Gwen Cooper aus Torchwood und vielleicht auch Donna (Dr. Who), von allein weiblichen Companions war sie meiner Meinung nach am Besten ausgearbeitet. Und da ich greade in Grossbritannien bin. Prime Suspect mit Helen Mirren als Jane Tennison. Herausragend!

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7. Meine zuletzt gesehener Film war irgendeine deutscher Krimi um einen Pathologen und der war nette Hintergrundsunterhaltung, weil ich gerade dabei war, die Ablage zu machen und unkomplizierte Berieselung wollte, die mich nicht zu sehr ablenkt.

Der Jahreswechsel wird traditionell ja oft genutzt, um das alte Jahr im Rückblick zu betrachten und das Neue ins Auge zu fassen. Und warum mit alten Traditionen brechen?

2013 war für mich erstmal ein Jahr, das nicht gut anfing, besonders gesundheitlich. Der lange, graue Winter machte mir stark zu schaffen und im Februar wurden dann auch die Schmerzen in der rechten Hüfte immer schlimmer, sodass ich kaum noch laufen konnte. Die Diagnose (ISG-Syndrom, Hüftdysplasie und Arthrose, mit der langfristigen Aussicht auf mindestens ein künstliches Hüftgelenk) war dann ein ziemlicher Schock, der aber auch einiges Gutes mit sich brachte.

So bin ich das Thema Diät ernsthafter angegangen und merke nach 10 Monaten Diät eine deutliche, gesundheitliche Verbesserung, die auch Veränderungen in anderen Bereichen mit sich brachte.

Viel Zeit ging für Arztbesuche und auch die Physiotherapie drauf. Das mit Arbeit unter einem Hut zu bringen war nicht immer leicht, aber der nachlassende Schmerz macht es wett. Und die Begeisterung, als ich schmerzfrei mal wieder die Treppen in den dritten Stock rauflaufen konnte und das sogar mehrmals am Tag. Da wird einem erstmal bewusst, wie sehr einen so etwas einschränkt. Das merkte ich auch, als ich versuchte einen schweren Koffer durch die Londoner U-Bahn zu wuchten. Nein, auch wenn es Aufzüge gibt, ist die U-Bahn nicht behindertengerecht.

Mit der Diagnose kam auch ein Umdenken hinzu. Zum einen zwangsweise eine Entschleunigung, weil ich gerade am Anfang des Jahres einfach nicht schnell gehen konnte und somit langsam machen musste und selbst jetzt kommen die Schmerzen zurück, wenn ich es übertreibe. Auch das Thema Gelenkentlastung trat auf den Plan, sodass ich teilweise für viele Sachen auf den Rucksack umgestiegen bin. Statt vollgepackter und modischer Handtasche gab es einen Rucksack. Und stat Einkaufskorb und Tragetaschen einen großen Wanderrucksack. Der Effekt war deutlich zu spüren.

Arbeitstechnisch und auch schreibtechnisch war das Jahr durchwachsen, mit ein paar guten Phasen und andere, wo es sich schleppte, teilweise auch aus den gesundheitlichen Gründen, aber generell bewegte sich auch hier alles aufwärts und ins Positive.

Einige Punkte kristallisierten sich heraus. So kämpfe ich immer noch damit, Sachen zu beenden. Da sollte ich mir immer wieder Heinleins Regeln über das Schreiben in Gedächtnis rufen. Regel Nr. 2: Beende, was Du anfängst.

November und NaNoWriMo war da auch ein sehr einschneidender Monat. Die eigentliche Herausforderung habe ich nicht geschafft, da mir u. a. ein großer und sprachlicher komplexer Übersetzungsauftrag dazwischenfunkte und viel kreative Kraft raubte. Da waren am Ende des Tages einfach keine Worte mehr für den Roman übrig.

NaNoWriMo zeigte mir auch, dass Schreibdisziplin etwas ist, an dem ich noch mehr arbeiten muss und das tägliche Ziele sehr hilfreich sind und ich mehr am Thema Disziplin arbeiten muss. Sehr gut war auch der Kontakt zu anderen Autoren und die gegenseitige Motivation und Hilfe. Wir haben zusammen ziemlich viel gelacht.

Die Aussichten für 2014, denn es geht ja voran und nicht zurück.

Ganz oben steht natürlich das Thema Gesundheit, und da so weitermachen wie bisher, im Rahmen der gegebene Möglichkeiten natürlich. Einen Marathon werde ich nicht mehr laufen. Gewicht noch weiter runter und mehr Bewegung und Sport. Sobald das Wetter es zulässt wieder regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sein. Und mit dem Bogenschießen anfangen.

Grundsätzlich will ich kreativ mehr tätig sein. Schreiben steht da natürlich ganz oben auf der Liste, aber auch andere Sachen. So will ich endlich meine Strickmuster aufschreiben und hochladen. Vielleicht hier oder auf einem Kreativblog und definitiv auf Ravelry.

Wieder mehr mit der Kamera unterwegs sein. Augenblick einfangen. Aber auch ohne Kamera um diese Augenblicke mit den Sinnen einzufangen und in Worte zu packen.

Einige interessante Projekte sind in Planung. Manche auch mit anderen Autoren. Das könnte spannend werden. Der NaNoWriMo-Roman soll fertig werden, dazu dann auch zwei Kurzgeschichtensammlungen und ich will endlich verstärkt die Recherche für den historischen Urban Fantasy-Roman angehen, egal wie trocken die Fachliteratur ist. Das Thema einer Urban Fantasy Serie, die im Süden von Deutschland spielt, würde mich auch reizen, aber da muss erstmal noch mehr Planung rein.

Mehr Bloggen. Diesen Blog ausbauen, bzw. auch umziehen, da er mein deutscher Autorenblog ist/sein wird, aber es wird natürlich nicht nur ums Schreiben gehen.

Die existierenden Kontakte zu anderen Autoren und Bloggern ausbauen. Neue Kontakte knüpfen. Aber auch mehr vom Computer weggehen und Menschen treffen. Kommunikativer sein.

Langfristig schauen, ob ein Hund als Haustier eine Option ist, also Kontakt zum Tierheim um dort als Gassigeher aktiv werden. Hunde kennenlernen. Die Kostenseite durchkalkulieren.

Das Jahr genießen.

In diesem Sinne:

Guten Rutsch und uns allen ein tolles und erfolgreiches 2014!

Gefunden via Gloria und ein guter Weg um das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Media Monday #131

1. Der beste Film in 2013 war für mich Riddick. Ich war leider bei weitem nicht so viel im Kino dieses Jahr, so dass die Auswahl etwas begrenzt ist und von denen fand ich Riddick noch am Besten, aber ich bin Riddick-Fan.

2. Mein liebstes Buch in 2013 war für mich Richard J. Evans – The Coming of the Third Reich. Kein einfaches Buch, besonders nicht im englischen Original, aber gut geschrieben, recht spannend, wenn man bedenkt, was für ein trockenes Thema das ist, sehr ausführlich und es vermittelt einen extrem unfassenden Einblick in die Entstehung des 3. Reiches, angefangen bei der Gründung des Kaisereiches. Auf der Unterhaltungsseite und etwas leichtere Kost war mein liebstes Buch Discount Armageddon von Seanan McGuire. Lustig und spannend. Kaum durch, brauchte ich den zweiten Band. Dank Internet und eBooks war das selbst auf der Ostsee kein Problem und ich konnte gleich weiterlesen.

3. Größte Serienneuentdeckung in 2013 war zweifelsohne Hannibal. Wow, einfach nur wow.

4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar Star Trek Into Darkness, dicht gefolgt von Agents of SHIELD. Ich fang besser nicht an, sonst wird das wieder ein Endlosrant, aber was kann man auch erwarten, wenn der Regisseur offen zugibt Star Trek nicht zu verstehen. Es wird halt 08/15-Popcorn-Action Kino draus und nicht Star Trek. Teil 1 hatte noch Potential, Teil 2 war ein Schlag ins Gesicht der Fans. Und was Agents of SHIELD betrifft, noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Whedon braucht manchmal etwas mehr Zeit und ich muss mir noch die letzten Folgen anschauen. Angeblich sollen die besser werden.

5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf LonCon. Ups, was mich daran erinnert, dass ich noch meine Karte kaufen muss. Und schauen wer noch so fährt, damit man vielleicht ein Treffen organisieren kann. Was Filme betrifft, dann ist da der Captain America 2 und X-Men – Zukunft ist Vergangenheit.

6. Spannend wird 2014 vor allem, weil ich einige interessante Projekte in der Mache oder Planung habe und im Moment auch die Energie um sie umzusetzen.

7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind mannigfaltig und geheim. Naja nicht ganz. Ein Plan ist, so weiterzumachen wie in den letzten Monaten: Gewicht runter, Stimmung und Energie rauf. Mehr Bewegung. Kontakte weiter ausbauen. Mehr bloggen. Mehr schreiben. Mein aktuelles Romanprojekt in der ersten Hälfte 2014 fertigstellen. Endlich den historischen UF Roman in Angriff nehmen.

Halloween ist (noch nicht?) wirklich verbreitet in Deutschland, auch wenn in den Geschäften immer mehr Halloweenartikel zu finden sind und auch Halloweenparties statfinden. Gerade in den eher katholischen Gegenden liegt der Schwerpunkt noch immer mehr auf Allerheiligen, was zu den stillen kirchlichen Festen gehört, so dass Feiern und Parties am Abend vor Allerheiligen nur unter Auflagen erlaubt sind. In meinem Supermarkt ist im Moment weitaus mehr Grabdekoration zu finden als Halloweenartikel.

Als jemand, der Geister und Monster, Vampire und Werwölfe mag, finde ich eigentlich die ganzen Halloweendekorationen und die Kostüme für Halloweenparties toll. Die Arbeit, die sich manche Amerikaner mit ihren Kostümen und Make-up machen, ist einfach nur beeindruckend. Ähnlich wie auch die Kostüme vom venezianischen Karneval. Ich könnte eine ganze Liste voll mit tollen Tutorials bei Youtube posten. Da könnte sich so macher Narr und Jeck ein Scheibchen von abschneiden.

Petra van Cronenburg hat hier übrigens einen sehr interessanten Artikel über die alte europäische Traditionen, speziel in Frankreich, in denen Halloween seine Wurzeln hat. Kommerzialisierung hin oder her, alles basiert auf alten Traditionen und die Wurzeln liegen meist in vorchristlichen Zeiten.

Im Geiste von Halloween lasst uns heute zusammen mit den Ärzte eine kleine Party feiern, bevor es um Mitternacht mit NaNoWriMo losgeht und ich fleißig in die Tastaturen hauen werde.

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Inspiriert bei John Scalzi und seiner Liste.

01) Es geschafft, ein Implantat abzubrechen, während ich ein Stück Brot gegessen habe.

02) Den 4. Juli mit US-Soldaten, die in Berlin stationiert waren, gefeiert.

03) Durch ein Loch in der Berliner Mauer gekrabbelt.

04) Im Winter 1989/90 auf der Havel spazieren gegangen und unter der Glienicker Brücke durchgelaufen.

05) Als Teetrinkerin einem Kaffeesüchtigen erklärt, wie man die Kafeemaschine im Büro bedient. (Ich bin immer noch überzeugt, dass er die Küche mit Absicht unter Wasser gesetzt hat, um nicht mehr Kaffee kochen zu müssen.)

06) Drei Monate in Florida gelebt und gearbeitet.

07) Wegen eines Hurrikans evakuieren müssen.

08) Mir den kleinen Zeh während einer Pirouette gebrochen.

09) Mit meinem Chef darüber diskutiert, wielange ich brauche um einen Spülmaschine zu be- und entladen und warum.

10) Während meines einzigem Versuches zu Angeln Teil einer Austermschale gefangen.

Mein Kindle kommt so langsam in die Jahre und ich überlege mir dieses Jahr einen neuen eReader zuzulegen. Bis jetzt habe ich mit dem Kindle Paperweight geliebäugelt, aber es gibt ja auch noch andere Optionen, so z.B. den im Moment stark beworbenen eReader Tolino.

Neben den rein technischen Details und dem Thema Bedienung, ist für mich auch die Frage wichtig, ob ich mein Lesematerial überhaupt bei den angeschlossenen Shops bekomme.

eBooks kaufe ich mal bei Amazon, oft aber auch direkt beim Verlag, denn gerade bei kleinen, reinen eBook-Verlagen bekommen die Autoren dann oft 10% mehr ausgezahlt, als wenn ein Buch über einen der großen Distributoren verkauft wird. Hin und wieder auch mal bei kleineren Distributoren wie z.B. AllRomance eBooks.

Meistens ist das kein Problem, da die kleinen US-eBook-Verlage ihre Bücher entweder in allen möglichen Formaten inklusve .mobi anbieten oder ohne DRM, so dass sie problemlos mit Calibre umgewandelt werden können und dann auch auf dem Kindle lesbar sind.

Stefan Holzhauer hat bei den Phantanews diverse Onlineshops für Bücher als mögliche Alternative zu Amazon ausgetestet. Ähnlich wie ich schaut auch er nach dem Angebot von englischen Büchern aus dem Bereich Phantastik.

Davon habe ich mich inspirieren lassen und mal geschaut, wie es bei den Anbietern, die hinter dem Tolingo-Reader stehen, ausschaut. Der Fokus ist hier natürlich englische eBooks, primär aus dem Bereich SF/F, aber auch einige Liebesromane, die von kleineren US-Verlagen angeboten werden.

Ich bin einfach mal einige eBooks durchgegangen, die auf meiner aktuellen Kaufliste stehen, bzw. welche, die ich bereits gekauft habe. Alle sind auf englisch und alle sind bei Amazon.de erhältlich.

Amazon: Kami Carcia & Margaret Stohl: Beautiful Creatures (der Film läuft derzeit in Deutschland im Kino)
Weltbild: englisches eBook nein
Thalia: englisches eBook nein
Hugendubel: englisches eBook nein
Bertelsmann Club: englisches eBook nein

Amazon: Rob Thurman: Chimera
Weltbild: englisches eBook nein
Thalia: englisches eBook nein
Hugendubel: englisches eBook nein
Bertelsmann Club: englisches eBook nein

Amazon: Will Hill: Department 19 
Weltbild: englisches eBook nein
Thalia: englisches eBook nein
Hugendubel: englisches eBook nein
Bertelsmann Club: englisches eBook nein

 Amazon: Jeff Vandermeer: Booklife. Strategies and Survival Tips for the 21st Century Writer
Weltbilt: englische eBook nein
Thalia: wow, sie haben doch tatsächlich das eBook im Angebot. Preis: 9,99 (Amazon-Preis 5,76 €)
Hugenduble: englische eBook nein
Bertelsmann Club: englisches eBook nein

Nehmen wir mal einen wirklichen Weltbestseller, der seit Jahren auf dem Markt ist. Der sollte doch auch als englisches eBook im Angebot sein, oder?

Amazon: J.D. Robb: Naked in Death
Weltbild: englisches eBook nein
Thalia: englisches eBbook nein
Hugendubel: englisches eBbook nein
Bertelsmann Club: englisches eBook nein

Ich hab noch ein paar anderen Sachen, die ich meistens direkt beim Verlag kaufe (wobei sie auch bei Amazon.de erhältlich sind), ausgetestet und hatte ähnliche Ergebnisse. Englische eBooks waren durch die Bank nicht erhältlich. Hinzufügen sollte ich vielleicht auch noch, dass auch die englischen Taschenbücher nur teilweise angeboten wurden oder sofort  lieferbar waren.

Fazit:

Der Tolino eReader ist für mich komplett uninteressant, da ich mein Lesematerial nicht bei den jeweiligen Anbieter bekommen kann, bzw. in dem einen Fall, wo das englische eBook überraschenderweise erhältlich war, es fast doppelt so teuer war wie bei Amazon.

Ich finde das Ergebnis ziemlich beschämend. Um Amazon wirklich Konkurrenz zu machen, muss man den Kunden mehr anbieten, als nur einen neuen eReader, der zwar billiger ist, aber auch weniger Funktionen anbietet, als z.B. der Kindle Paperweight.

Man könnte jetzt argumentieren, dass ich mit meinem Leseverhalten ein Exot bin und da ist sicherlich etwas dran, auch wenn ein Großteil meines Freundeskreises viel auf englisch liest (aus unterschiedlichen Gründen) und für uns das nicht so exotisch ist.

Da ich wegen der englischen Bücher und eBooks also eh schon ein Konto bei Amazon habe und mich auf der Plattform bewege, nutze ich sie natürlich auch um andere Sachen. Indem Amazon in der Lage ist, auch etwas ausgefallenere Interessen und Kundenwünsche zu bedienen, binden sie natürlich auch Kunden auf ihrer Plattform. Kundenbindung oder der Versuch einer Kundenbindung scheint ein Punkt zu sein, den ich bei gerade deutschen Online-Buchshops immer wieder vermisse.

In den Zusammenhang ist sicherlich auch der Artikel auf Phantanews zu den unerklärlichen Preisen für englische eBooks in deutschen Shops (falls sie überhaupt erhältlich sind) interessant. Besonders lesenwert und aussagekräftig sind die Antworten der jeweiligen Plattformen zum Thema englische eBooks. Wenn sie uns als Kunden nicht haben wollen…